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Grundfutterpreise von Bauer zu Bauer

Die nachfolgend angeführten Preise sind Richtpreise. Jeder Zukauf bedeutet, dass auch Unkrautsamen am Betrieb eingeschleppt werden können, daher ist bei der Preisfindung die Qualität ausschlaggebend.
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Die Qualität muss berücksichtigt werden, wobei Spitzenqualitäten mit einem Preiszuschlag zu notieren sind. Dazu können zu den unten angeführten Richtpreisen Zu- oder Abschläge getätigt werden. Bei anerkannter Bioware kann ein Zuschlag von rund 10 % erfolgen.

Zum Beispiel kann für schlechte Strohqualitäten, z. B. feuchtes, verunkrautetes Stroh, ein Abschlag von bis zu 50 % erfolgen, dies gilt auch für die anderen Grundfuttermittel. Für die Erntekosten (Ladewagen, Pressen oder für den Abtransport) sollten die üblichen Maschinenringpreise herangezogen werden. Für den Transport werden 15 bis 20 Euro pro Tonne verrechnet. Die Presskosten für Heu und Stroh liegen zwischen 4–6 Euro pro Ballen. Allerdings verhält sich der Markt zurzeit ruhig.

Strohverkauf mit Zu- und Abschlägen

Der Nährstoffwert (ohne Humuswert) des Strohs liegt zwischen 22 und 32 Euro pro Tonne (je nach Getreideart – siehe Tabelle 3, nachfolgend als Download). Die aktuellen Preise sind aus der Tabelle 2 (ebenfalls zum Downloaden) zu entnehmen. Die Preise beinhalten die Erntekosten lose ab Feld inklusive MwSt. und den Nährstoffwert. Für schlechte Strohqualitäten, z. B. feuchtes, verunkrautetes Stroh mit Windhalm, Flughafer, Ampfer; Klettenlabkraut, Ackersenf, Hederich usw.) ist ein Abschlag von bis zu 50 % zu tätigen. Es sollte auf alle Fälle der Nährstoffpreis des Strohs abgedeckt werden. Für gemulchtes Stroh (Strohlänge 2 bis 3 cm) wird ein Zuschlag von 15 Euro pro Tonne verrechnet.

Grassilage in Rundballen

Der Trockensubstanzgehalt soll zwischen 30 und 45 % liegen, wobei gute Rundballensilagen einen Trockensubstanzgehalt von mindestens 30 bis max. 40 % aufweisen sollen, denn in erster Linie müssen Anwelksilagen erzeugt werden. Die Ballengewichte können von 600 bis 800 kg variieren. Es sollte unbedingt ein Ballen abgewogen werden. Für die Berechnung der Wertigkeit der Grassilage sollte der übliche Heupreis herangezogen werden und auf den Trockensubstanzgehalt umgerechnet werden. So kostet ein kg TS im Heu im Durchschnitt 16 Cent.

Beispiel:
Ein Ballen wiegt 700 kg, die Trockensubstanzermittlung ergab einen Trockensubstanzgehalt von 35 %.
Die Berechnung lautet: 700 x 0,35 = 245 TS x 0,16 Euro= 39,20 Euro. So kostet im Durchschnitt der Grassilageballen mit 700 kg 39,20 Euro.

Heu oder Grummet lose oder gepresst

Zurzeit hält sich die Nachfrage noch in Grenzen. Je nach Qualität variieren die Preise von 12 bis 22 Euro inkl. MwSt. pro 100 kg Heu und Grummet, wobei die Preisfindung in der Praxis bei 17 Euro pro 100 kg liegt.

Grünfutter ab Feld

Bei Grünfutter ab Feld können pro ha und Schnitt 200 bis 300 Euro (ohne Erntekosten) verrechnet werden. In der Praxis liegt die Preisbildung zwischen 100 bis 150 Euro pro ha und Schnitt.

Lieferschein verwenden

Der Futtermittellieferschein soll beim An- und Verkauf sämtlicher Futtermittel zwischen den Landwirten verwendet werden. Der Lieferschein ist in erster Linie eine Ergänzung der Aufzeichnungen zum AMA-Gütesiegelprogramm. Trotzdem ist er nicht nur für die Gütesiegelproduzenten vorgesehen, sondern für alle viehhaltenden Landwirte zu empfehlen, die hofeigene Futtermittel an- oder verkaufen. Dies betrifft auch sämtliche  Grundfuttermittel wie Heu, Gras- und Maissilagen sowie Futterstroh.
 
Weitere Informationen dazu im nachfolgenden Artikel.
Downloads zum Thema
  • Tabellen 1 2 und 3.pdf
28.07.2011
Autor:Ing. Hans Egger, LK Kärnten
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