Die Silagequalität spiegelt den Gärverlauf in der Konservierung wider. Die Zusammensetzung der Gärsäuren, der Anteil an Ammoniak-Stickstoff (NH3-N) und vor allem der pH-Wert entscheiden über gute oder schlechte Silage. Ein niedriger pH-Wert weist auf gute Säuerung und stabil lagerfähige Silage hin. Höhere pH-Werte zeigen in Auswertungen oftmals auch eine Zunahme des Buttersäureanteiles.
Richtwerte für beste Silage:
- pH-Wert unter 4,5 (trockene Silage <4,8)
- Milchsäure über 40 g/kg TM
- Essigsäure max. 35 g/kg TM
- Buttersäure max. 3 g/kg TM
- Ammoniak-N unter 10%
- über 80 Gesamtpunkte für Gärqualität
In Kärnten liegt der durchschnittliche pH-Wert bei der Silage vom ersten Schnitt mit 4,6 knapp über dem Grenzwert. Bei den weiteren Aufwüchsen liegen die pH-Werte mit 4,7 noch im Grenzbereich, da diese Silage etwas trockener geerntet wurde. Für einen optimalen Gärverlauf gilt es, die Bedingungen für die erwünschten Milchsäurebakterien so perfekt wie möglich zu gestalten. Dass dies im Vorjahr nicht gelungen ist, zeigen die relativ hohen Buttersäurewerte. Vor allem beim ersten Schnitt liegen sie mit 10,9 g/kg TM fast auf dem Vierfachen des Grenzwertes.