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Reportage: Gerald Pichl - „Meine Sauen rauschen ohne Nachhilfe“

Gerald Pichl präsentiert die langen und rahmigen Jungsauen  die er auf Wunsch auch belegt liefert. Zufriedene Kunden stehen bei ihm an erster Stelle. © Paula Pöchlauer-Kozel
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Gerald Pichl präsentiert die langen und rahmigen Jungsauen, die er auf Wunsch auch belegt liefert. Zufriedene Kunden stehen bei ihm an erster Stelle. © Paula Pöchlauer-Kozel
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Gerald Pichl präsentiert die langen und rahmigen Jungsauen, die er auf Wunsch auch belegt liefert. Zufriedene Kunden stehen bei ihm an erster Stelle. © Paula Pöchlauer-Kozel
Gerald Pichl präsentiert die langen und rahmigen Jungsauen  die er auf Wunsch auch belegt liefert. Zufriedene Kunden stehen bei ihm an erster Stelle. © Paula Pöchlauer-Kozel
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Besonders stolz ist Gerald Pichl auf die fruchtbaren und leicht in die Rausche kommenden ÖHYB-F1-Jungsauen. Mehr über das Management im Sauenstall und die Umstellung auf Gruppenhaltung verrät er bei einem Betriebsbesuch.
Großen Wert legt Gerald Pichl auf einen guten  rahmigen Edelschweineber  den er am Betrieb absamt - im Bild Eber  Beri . © Paula Pöchlauer-Kozel
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Großen Wert legt Gerald Pichl auf einen guten, rahmigen Edelschweineber, den er am Betrieb absamt - im Bild Eber "Beri". © Paula Pöchlauer-Kozel
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Großen Wert legt Gerald Pichl auf einen guten, rahmigen Edelschweineber, den er am Betrieb absamt - im Bild Eber "Beri". © Paula Pöchlauer-Kozel
Großen Wert legt Gerald Pichl auf einen guten  rahmigen Edelschweineber  den er am Betrieb absamt - im Bild Eber  Beri . © Paula Pöchlauer-Kozel
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„Beri“, ein Bertram-Sohn, ist seit eineinhalb Jahren auf dem Betrieb Pichl im Deckeinsatz. Der rahmige Edelschwein­eber, der sich gut prüft, ist mit je neun Zitzen auf jeder Gesäugeleiste ausgestattet. „Das ist ein fruchtbares Zeichen“, weiß Pichl.

Keine Hilfsmittel für Rausche und Geburt

Er samt den Eber am Betrieb ab und besamt die Sauen mit Unterstützung seines Vaters ausschließlich künstlich. „Zu zweit arbeiten wir sauber und exakt“, so der Landwirt. Auch die zugekauften Jungsauen aus dem Quarantänestall werden in der Regel gut gedeckt.
Nach dem Absetzen prüft er ab dem dritten Tag täglich den Duldungsreflex der einzelnen Tiere. Jede Sau hat vor der Besamung Kontakt zum Eber und wird maximal zwei mal belegt. Vier Wochen nach dem Belegen kontrolliert der Tierarzt mit dem Ultraschall, ob die Sauen tragen.
„Alle Sauen kommen ohne Hilfsmittel in die Rausche, auch Geburten leite ich nicht ein“, betont der Züchter, der seit Jahren ohne Probleme auf den Drei-Wochen-Rhythmus setzt und kaum Umrauscher verzeichnet. Fünf Tage vor der Geburt wäscht er die Sauen und bringt sie in den Abferkelstall. Über den Geburtsverlauf informiert er sich bei Kontrollgängen. Nach vier Wochen Säugezeit trennt er männliche und weibliche Tiere und bildet je zwei Gruppen. Nach sechs Wochen kommen die Jungsauen in den Aufzuchtstall. Die männlichen Tiere werden verkauft.

Ziel sind acht verkaufte Zuchttiere pro Sau und Jahr

Pichls Ziel sind acht verkaufte Zuchttiere pro Sau und Jahr, das er derzeit auch erreicht. Einen Teil der männlichen Jungtiere vermarktet der Züchter als Spanferkel über den Ferkelring. „Für die Mast aller männlichen Tiere reichen Stall- und Ackerfläche nicht aus“, so Pichl. „Wenn Menge und Preis passen, würde einer Kooperation mit einem Mäster nichts im Wege stehen.“ Er ist überzeugt, dass sich 60 bis 70 Prozent der Kastraten gut mästen würden.

Altes Deckzentrum für Gruppenhaltung

Alle Tiere am Hof verkaufsfertig zu machen, wäre für ihn bei genügend Acker- und Stallfläche der Idealfall. „Aber einen neuen Stall zu bauen, ist ein schwieriges Projekt. Schon 1999, beim Bau des Stalles für 70 Zuchtsauen, war ein Gutachten notwendig“, begründet Pichl. Für den Umstieg auf Gruppenhaltung hat er deshalb vorhandenen Stallplatz genutzt und das alte, leerstehende Deckzentrum um rund 20.000 Euro auf Gruppenhaltung umgebaut.

Einen Stall mit Kastenständen für zwei Zehnergruppen hat der Züchter ebenfalls für die Gruppenhaltung adaptiert. Ein zweiter Stall gleicher Größe folgt heuer noch. Dazu schneidet Pichl den hinteren Teil der Kastenstände ab und zieht Trennwände ein. Die Sauen können sich dann in der Gruppe frei bewegen, finden aber in den Buchten der ehemaligen Kastenstände Ruhe. „Diese Ruhe brauchen die Tiere auch, die Jungsauen ziehen sich freiwillig in die Stände zurück, um Ruhe zu haben. Sie schlafen sehr viel“, beobachtet Pichl. „Die Zeit wird zeigen, ob sie auch in der Gruppe so viel Ruhe haben werden.“

Fertigfutter für die Jungsauen

Das Futter für die Zuchtsauen und die Ferkel mischt Pichl am Betrieb. Die Zuchtsauen erhalten eine Mischung aus Gerste, Triticale und Wirkstoffen; die Ferkel eine Ration aus Gerste, Weizen und Wirkstoffen. Die Jungsauen fressen Fertigfutter. Der Hoftierarzt impft den gesamten Bestand drei mal pro Jahr gegen Parvo und entwurmt ihn zwei mal jährlich.
© Paula Pöchlauer-Kozel
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Zufriedene Kunden an erster Stelle

Pichl liefert je nach Kundenwunsch Zuchtferkel, belegte und unbelegte Jungsauen, die ohne hormonelle Behandlung leicht in die Rausche kommen. Die Kunden befinden sich in einem Umkreis von 50 Kilometer.
„2011 gab es nur knapp drei Prozent Reklamationen“, betont der Züchter. Er könnte derzeit Neukunden aufnehmen, weil er den Bestand von 45 auf 65 Herdebuchsauen aufstocken möchte.
© Paula Pöchlauer-Kozel
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Gerald Pichl hat den Umbau auf die ab 2013 verpflichtende Gruppenhaltung für Zuchtsauen bis auf einen Zwei-mal-Zehnerstall schon abgeschlossen, den er heuer adaptiert (linkes Bild). Dazu schneidet er den hinteren Teil des Standes ab (rechtes Bild) und zieht Trennwände ein.
04.06.2012
Autor:Paula Pöchlauer-Kozel
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