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Seminar: Mehr Gewinn durch geringere Kosten

Die einzelbetrieblichen Kosten bestimmen, ob ein Hof die Produktionsfaktoren ausreichend entlohnt und Gewinn abwirft. An welchen Kostenschrauben ein Betrieb drehen kann, erklären erfahrene Landwirte in Seminaren. Mehr dazu im folgenden Beitrag.
Auf die Erzeugerpreise haben Landwirte nur begrenzten Einfluss. In der Urproduktion bleibt auf der Erlösseite vielen nur die Erhöhung des Leistungsniveaus, um den Betriebserfolg zu verbessern. Gute biologische Leistungen sind Voraussetzung für ein gutes Ergebnis. Allerdings gerät man früher oder später an biologische Grenzen.
Ausreichend Mittel für denprivaten Bereich bleiben nur wenn die Kosten zum Betriebpassen. © LK NÖ/Archiv
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Ausreichend Mittel für den privaten Bereich bleiben nur, wenn die Kosten zum Betrieb passen. © LK NÖ/Archiv
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Ausreichend Mittel für den privaten Bereich bleiben nur, wenn die Kosten zum Betrieb passen. © LK NÖ/Archiv
Ausreichend Mittel für denprivaten Bereich bleiben nur wenn die Kosten zum Betriebpassen. © LK NÖ/Archiv
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Betriebsmitteleinkauf

Deshalb macht es Sinn, sich der Kostenseite zu stellen. Dem Zukauf von Betriebsmitteln schenken Landwirte in der Regel großes Augenmerk. Beim Verhandeln sollten sie sich auf Bereiche konzentrieren, wo große Kosten anfallen. Kauft der Betrieb jährlich Futtermitteln um EUR 20.000,- ein, so spart ein 3%iger Kundenrabatt EUR 600,-. Konzentriert er sich auf die Kosten von Pflanzenschutzmittel um EUR 300,-, machen 5% gerade einmal EUR 15,- aus. Optimieren kann der Landwirt die Kosten auch durch Bündeln der Nachfrage mit Hilfe von Einkaufsgemeinschaften oder durch einen günstigen Einkaufszeitpunkt.

Maschinenkosten

In kaum einem Bereich ist das Einsparungspotential so groß wie bei den Maschinenkosten. In diesem Bereich kann der Landwirt mit Verhandeln einiges erreichen. Da es aber beim Maschinenkauf in der Regel um hohe Summen geht, sollte er sich fragen, ob und wie er die notwendigen Arbeiten günstiger und sogar besser erledigen könnte. Ergebnisse aus der Maschinenfixkostenanalyse und dem Arbeitskreis Unternehmensführung zeigen große Unterschiede bei den Maschinen- und Arbeitserledigungskosten.
 
Die Grafik zeigt die Arbeitserledigungskosten der Grünfutterkonservierung bei niederösterreichischen Betrieben pro Hektar und Schnitt. Diese machen EUR 196,- beim Viertel mit den geringeren Kosten und EUR 409,- beim Viertel mit den höheren Kosten aus. Umgelegt auf die Milchproduktion macht dieser Kostenunterschied zirka zehn Cent pro Kilogramm Milch aus. Geht man von einer Milchanlieferung von 100.000 Kilogramm aus, so bleiben den "besseren" Betrieben zirka EUR 10.000,- mehr für den Privatverbrauch oder für Ansparungen.

Kosten für Verwaltung

Stromkosten lassen sich durch eine Verbrauchsreduzierung oder durch einen Anbieterwechsel senken. Hier kann der Bauer mit wenig Zeiteinsatz einiges bewirken. Die Kosten für die landwirtschaftliche Bündelversicherung differieren in der Praxis stark. Bei Vergleichen muss er auch die gebotenen Leistungen berücksichtigen. Bei den Fremdkapitalkosten gibt es häufig Optimierungspotential. Am meisten bringt ein Vorlegen von Konkurrenzangeboten.

Ablauf der Seminare

Im März sind vier Seminare in Niederösterreich geplant, die Futterbaubetriebe ansprechen. Neben einem Fachinput präsentiert ein Landwirt aus der Region seine Strategien zur Kostensenkung. Möglichkeit zur Diskussion bietet sich auch bei der Betriebsbesichtigung. Die Seminarteilnehmer können sich von den vorgestellten Strategien selbst ein Bild machen und interessante Aspekte für den eigenen Betrieb übernehmen.
 
Die betrieblichen Kosten entscheiden, ob Landwirte erfolgreich sind oder Verluste schreiben. Alle, die mehr Gewinn durch weniger Kosten erzielen wollen, werden zum Seminar herzlich eingeladen.

Seminar: Mehr Gewinn durch weniger Kosten

Veranstaltungsort Anmeldung BBK Termin Uhrzeit
BK Waidhofen/Ybbs, Kapuzinergasse 9 BBK Waidhofen/Ybbs, 05 0259 41900 8.3.2012 08:30-12:30
Gasthof zur Kirche, Schrammel, 3623 Kottes 21 BBK Zwettl, 05 0259 42100 15.3.2012 09:00-13:00
Gasthaus Pichler, 2840 Petersbaumgarten BBK Wr. Neustadt, 05 0259 42000 22.3.2012 09:00-13:00
Landgasthaus zum Schüller, 3170 Hainfeld, Wienerstraße 75 BBK Lilienfeld, 05 0259 41000 29.3.2012 09:00-13:00
In Tabellenprogramm öffnen
1 Schritt: Datei auf Festplatte speichern. speichern abbrechen
2 Schritt: In MS Excel öffnen.
23.02.2012
Autor:DI Gerald Biedermann
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