Beim klassischen Fahrsilo sind die Seitenwände höher als 1,5 Meter und kaum nach außen geneigt. Die Baukosten liegen ohne Dach zwischen 73 und 90 Euro pro Kubikmeter Mit Dach betragen die Kosten zwischen 115 und 159 Euro pro Kubikmeter, wobei beim Traunsteiner Silo die Baukosten im Durchschnitt 67 Euro pro Kubikmeter ausmachen.
Die Flachsilos haben sich bei der Silowirtschaft aufgrund ihrer Vorteile durchgesetzt.
Vorteile des Flachsilos- relativ niedrige Errichtungskosten
- hohe Schlagkraft
- überbetrieblicher Maschineneinsatz möglich (Kostensenkung)
- gute Verdichtung und Verteilung des Futters
- Silierkette möglich verschiedene Entnahmetechniken
- unproblematisches Silieren von Schichten mehrerer Grünland- und Feldfutterschnitte
- breites Futterangebot bei der Futtervorlage, wenn sich unterschiedliche Schnitte im Silo befinden
- bei einem hohen Anwelkgrad kann man das Futter ebenfalls noch verdichten
- geringe Pflegemaßnahmen, die ohne größere Unfallgefahr durchgeführt werden können zum Beispiel Silostreichen
- Selbstfütterung beim Jungvieh möglich
- keine Gärgasbildung
- optimale Gestaltung der Totalmischration
Nachteile des Flachsilos - großer Platzbedarf für Zu- und Abfahrt
- Verschmutzungsgefahr des Futters, zum Beispiel durch Walzgeräte bei undichten Ölleitungen oder durch verschmutzte Reifen
Verdichten mit dem Walztraktor Beim Verdichten mit einem Walztraktor ist Folgendes zu beachten:
- Spur neben Spur fahren
- langsam fahren mit ein bis zwei Kilometer pro Stunde
- Abstimmung der Futterzufuhr auf die Verdichtungsmöglichkeit mit dem Walztraktor
- Gewicht des Walztraktors soll mindestens 5.000 Kilogramm betragen
- nach der letzten Fuhre zirka eine Stunde nachwalzen
- keine breiten Reifen und Zwillingsräder verwenden
Bei Flachsilos kann das Erntegut etwas trockener sein. Der Trockensubstanzgehalt des Erntegutes sollte zwischen 40 bis 50 Prozent erreichen. Mit Kurzschnittladewagen, Silierwagen mit Rotor oder ohne Rotor und mit dem Feldhäcksler erreicht man die optimale theoretische Schnittlänge von zwei bis fünf Zentimetern.
Das Siliergut ist gleichmäßig im Silo zu verteilen. Die Entladeschichthöhe soll 40 Zentimeter nicht überschreiten. Das Gewicht des Walzgerätes muss auf die angelieferte Futtermenge abgestimmt sein. Der Richtwert errechnet sich aus dem Verhältnis „Tonnen je Stunde:3“. Das heißt, dass das Walzgewicht dreimal soviel wiegen soll, als Tonnen Siliergut je Stunde angeliefert werden. Je später geerntet, je stärker angewelkt wird, je länger das Futter und je größer die Schlagkraft ist, desto schwieriger ist das Verdichten. Die Stärken des Traunsteinsilos liegen in den geneigten Seitenwänden, sie ermöglichen ein besseres Verdichten des Futters.