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Verschmutzte Silage – weniger Energie

Die Auswertungen des Silageprojektes 2007 zeigen, dass Grassilagen ab dem zweiten bzw. dritten Schnitt besonders anfällig sind für Futterverschmutzung. Sichtbar wird dies in hohen Rohaschewerten auf den Analysenergebnissen. Die negativen Auswirkungen reichen über Silagequalität und Energiegehalt bis zur Futteraufnahme und Leistung des Tieres.
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Jede Futterverschmutzung erhöht den Druck durch Gärschädlinge und somit das Risiko für Fehlgärungen. Verschmutzte Silagen sind durch höhere pH-Werte nur bedingt haltbar und dadurch für die Sommerfütterung nicht geeignet. Zudem enthalten sie mehr Buttersäure, welche sich negativ auf Geruch und Geschmack auswirkt und die Fresslust der Tiere hemmt. Sämtliche Gärschädlinge verbrauchen wertvolle Nährstoffe. Besonders bei stark verschmutzten Silagen erkennt man dies an verminderten Energiegehaltswerten.
 
Rohasche
 
Der Rohaschegehalt als Wert für anorganischen Schmutz (z.B. Erde) sollte unter 10% in der Silagetrockenmasse liegen. Mit einer sauberen Futterernte kann die Grundfutterqualität über bessere Vergärung und höhere Nährstoffkonzentrationen doppelt verbessert werden. Besonders anfällig ist junge Silage, vorwiegend aus den Folgeschnitten, hier liegen fast 60% der Proben über dem Grenzwert von 10%. Den größten Einfluss auf die Verschmutzung hat die Schnitthöhe. Zu tief gemähtes Futter (unter  5 cm) hat einen um 2% höheren Aschegehalt als Futter aus Mähhöhen von 5 bis 7 cm. Eine Mindesthöhe von 7 cm sollte bei der Einstellung der Mähgeräte in Ruheposition angestrebt werden, um am Feld Rasierschnitte zu vermeiden. Verbesserungen sind nur mit konsequenter Ursachenbekämpfung zu erreichen.
 
Hauptursachen für verschmutztes Futter:
  • zu tiefer Schnitt – Mindestschnitthöhe 7 cm
  • falsch eingestellte Heuwerbegeräte
  • falscher Mähzeitpunkt (Gras noch taunaß)
  • offene Grasnarbe, Maulwurf- und Wühlmaushügel
  • falsche Düngung (Verschmutzung durch Wirtschaftsdünger)
  • falsche Einbringungstechnik (Schmutzeintrag in den Futterstock)
Downloads zum Thema
  • Grafik_Rohaschegehalt_Energiegehalt_Schnitthöhe.pdf
10.07.2008
Autor:Ing. Wolfgang Stromberger
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